Anhänger einwintern: Reifen, Bremsen, Elektrik, Standplatz
Anhänger verschleißen im Stand. Reifen bekommen Standplatten, Bremsseile setzen Rost an, Stecker korrodieren. Eine halbe Stunde vor der Pause spart im Frühjahr den Werkstatttermin.
Reifen
Luftdruck auf den Wert laut Typenschild bringen, eher etwas darüber. Wenn möglich aufbocken oder den Anhänger alle paar Wochen ein Stück bewegen. Anhängerreifen altern über die Zeit, nicht über die Laufleistung — nach etwa sechs Jahren gehören sie unabhängig vom Profil geprüft. Die DOT-Nummer auf der Flanke nennt Woche und Jahr der Herstellung.
Bremsen
Handbremse nicht angezogen lassen — festsitzende Backen sind der häufigste Frühjahrsschaden. Stattdessen Unterlegkeile verwenden. Vor dem Abstellen einmal trocken bremsen, damit keine Feuchtigkeit in den Trommeln bleibt.
Elektrik
Stecker reinigen, Kontakte mit Polfett schützen, Kabel so ablegen, dass sie nicht in einer Pfütze enden. Leuchten kurz durchschalten — eine defekte Lampe findet man besser jetzt als bei der ersten Kontrolle.
Standplatz
- Möglichst überdacht, sonst mit atmungsaktiver Plane — dichte Folie hält Feuchtigkeit fest.
- Nicht direkt auf Erde oder Gras abstellen; von unten rostet ein Rahmen am schnellsten.
- Deichsel leicht erhöht, damit Wasser ablaufen kann.
- Kupplung fetten und abdecken.
Feuerverzinkte Rahmen verzeihen einen Winter im Freien deutlich mehr als lackierte — einer der Gründe, warum wir verzinken und nicht lackieren. Ersatzteile und Zubehör für die Durchsicht gibt es im Shop.