Stützlast, Achslast, Nutzlast: die drei Zahlen am Anhänger
Ein Anhänger, der bei Tempo 90 zu pendeln beginnt, ist fast nie zu schwach gebaut. Fast immer ist er falsch beladen. Drei Zahlen genügen, um das zu vermeiden.
Stützlast: das Gewicht auf der Kupplung
Die Stützlast ist die Kraft, mit der die Deichsel auf die Anhängekupplung drückt. Sie steht im Fahrzeugschein beider Fahrzeuge — und es gilt der kleinere der beiden Werte. Zu wenig Stützlast ist gefährlicher als zu viel: eine hecklastige Kombination wird instabil, sobald ein Lkw überholt.
Faustregel: rund 4 bis 7 Prozent des tatsächlichen Anhängergewichts sollten auf der Kupplung liegen. Prüfen lässt sich das mit einer Stützlastwaage — ein Zubehörteil, das im Verhältnis zu seinem Nutzen fast nichts kostet.
Achslast: was die Achse trägt
Die Achslast begrenzt, wie viel Gewicht über den Rädern lasten darf. Sie ist der Grund, warum man schwere Einzelstücke nicht einfach mittig über die Achse stellt, sondern leicht davor — so entsteht die nötige Stützlast, ohne die Achse zu überlasten.
Nutzlast: was übrig bleibt
Nutzlast ist zulässige Gesamtmasse minus Leergewicht. Sie ist die einzige der drei Zahlen, die man beim Kauf beeinflussen kann: ein leichterer Aufbau bedeutet mehr Zuladung bei gleicher Klasse. Deshalb steht bei unseren Modellen die Nutzlast immer mit in den technischen Daten und nicht nur die Gesamtmasse.
Richtig beladen in vier Schritten
- Schwerstes Stück zuerst, leicht vor die Achse.
- Last nach links und rechts gleichmäßig verteilen.
- Alles zurren, bevor gefahren wird — auch auf kurzer Strecke.
- Stützlast prüfen, notfalls die Ladung um eine Handbreit verschieben.
Zurrmittel, Stützräder und Peilstangen finden Sie im Zubehör.