Bootsanhänger slippen: Vorbereitung, Ablauf, typische Fehler
Wer zum ersten Mal alleine slippt, steht meist mit einer Warteschlange im Rücken an der Rampe. Das meiste davon entscheidet sich vorher — an Land, in Ruhe.
Vor der Rampe
- Spanngurte lösen, aber die Bugsicherung dranlassen, bis das Boot im Wasser steht.
- Lichtleiste abnehmen oder Stecker ziehen, wenn die Anlage nicht wassergeeignet ist.
- Stützrad hochkurbeln und sichern.
- Radbremsen kurz abkühlen lassen — heiße Naben im kalten Wasser mögen keine Bremstrommeln.
An der Rampe
Rückwärts in einer möglichst geraden Linie, mit wenig Lenkeinschlag und viel Geduld. Der Anhänger geht immer in die Gegenrichtung des Lenkrads — wer die Hand unten ans Lenkrad legt, lenkt intuitiv richtig herum.
Nur so tief einfahren, dass das Boot gerade eben aufschwimmt. Zu tief bedeutet: der Anhänger verschwindet, die Auflage lässt sich nicht mehr kontrollieren, und beim Herausfahren sitzt das Boot schief.
Typische Fehler
- Zu früh die Bugsicherung lösen — das Boot rutscht unkontrolliert ab.
- Auf glitschiger Rampe ohne Handbremse und Unterlegkeil arbeiten.
- Den Anhänger so weit einfahren, dass die Radlager komplett unter Wasser stehen.
- Nach dem Slippen die Auflagen nicht kontrollieren — ein schief aufliegender Rumpf drückt sich auf der Heimfahrt Dellen ein.
Was der Anhänger dazu beitragen muss
Ein Trailer, dessen Auflagen zum Rumpf passen, macht den halben Ablauf überflüssig: Das Boot findet seine Position von selbst und liegt gleichmäßig auf. Genau dafür fragen wir bei Bootsanhängern nach Rumpfform, Länge und Gewicht, statt einfach nach Gewichtsklasse zu verkaufen. Zu den Bootsanhängern.